Wolfsähnliche Züge weisen die furchterregenden Masken der Unadinger Wolfgalgen-Hexen auf.

Sowohl Augenpartie als auch der lange Wolfszahn lassen auf eine Verbindung mit dem berüchtigten Vierbeiner schließen. 

Wolfgalgen

Der Sage nach setzten Wölfe in den vorigen Jahrhunderten der hiesigen Bevölkerung mächtig zu.

Deshalb wurde jeder erlegte Wolf zur Abschreckung seiner Artgenossen auf der höchsten Erhebung (Auf Wolfgalgen)

in Unadingen an eigens dafür errichteten Galgen aufgehängt.

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Die grimmigen Masken entwarf der Donaueschinger Holzschnitzer Hermann Schlenker (Bastelstube DS) gemeinsam mit dem damaligen Hexenvater Michael Glunk.


Das Häs besteht aus einem schwarzen Rock, roter Schürze und rotem Halstuch, sowie lila Hexenbluse.

Farblich passende Socken, Mütze und Handschuhe - jeweils geringelt - ergänzen es.


Vor der Fasnet 1993 wollten sich acht junge Männer aus der ehemaligen Kaer-Club-Disco der bestehenden Unadinger Hexengruppe (Urhexen) anschließen,
jedoch war deren Aufnahmekapazität beschränkt. So beschlossen die Jugendlichen spontan, eine "eigene" Hexengruppe zu gründen.

Als antreibende Kräfte taten sich Michael Glunk, Bernhard Kramer und Kai Ott hervor.
Der Anfang war gemacht und bei der nächsten Fasnet wollten sie personell verstärkt und mit einheitlicher Kleidung und Holzmaske bei den ersten Umzügen teilnehmen.


Im Herbst 1993 nahm die Gruppe 5 neue Mitglieder auf und rief eine Vorstandschaft - bestehend aus Bernhard Kramer (Vorstand), Michael Glunk (Hexenvater), Jürgen Dinger (Kassierer) und Martin Kramer (Schriftführer) - ins Leben.
An Fasnet 1994 folgten dann die ersten öffentlichen Auftritte u.a. in Neudingen, Unadingen, Dittishausen und Löffingen.


1996 präsentierten sich die Wolfgalgen Hexen, inzwischen auf 20 Mitglieder angewachsen, mit einem eigenen Hexenwagen - einer Wolfshöhle. Außerdem hoben sie eine neue Figur aus der Taufe - den Wolf, der von nun an als Leittier mit der Gruppe auftrat.


Am Bunten Abend 1996 erfolgte die Aufnahme in den Unadinger Narrenverein  "Stiefelzunft e.V. Narrenverein Fahne

1999 folgte die Eintragung ins Vereinsregister als eigenständiger Verein; die Gemeinnützigkeit wurde vom Finanzamt anerkannt.


In s´Vetterlis Hütte fand die Gruppe eine dauerhafte Bleibe für den Hexenwagen.
Seither präsentiert sich der Verein mit rund 30 aktiven und rund 25 passiven Mitgliedern als großer und wichtiger Bestandteil der Unadinger Fasnet.

Hexenfahne